Historische Tänze

Renaissance

Die Italiener sind vom Quattrocento bis hinein ins Seicento die Tanzmeister Europas: Ballo, Balletto, Bassa, Alta, Piva, Saltarello, Paduana, Gagliarda und vieles mehr beschäftigten den Adel «per fare bella figura» an den Höfen.

Bodenständiger verhält es sich in der französischen Provinz: Hier schreitet man mit herzhaften Branles, feierlichen Pavanen, rustikalen Gaillarden, verspielten Couranten und vielem mehr zum Tanz.

In England, derweil, beginnt sich eine Tanzform herauszukristallisieren, die noch Generationen später als Kontratanz die Jugend begeistert.

© Cesare Negri, «Le Gratie d’amore», S. 253, Verlag Arnaldo Forni Editore

Barock

Zu Beginn der Regierung von Louis XIV, dem Sonnenkönig, geht das Tanz-Zepter Europas in die Hände der wohlorganisierten, königlich autorisierten, französischen Tanzmeister über. Wer «à la mode» ist, tanzt «à la française»: Menuet, Bourrée, Rigaudon, Gavotte, Sarabande, Gigue, Loure, Chaconne, etc., etc. heissen die Prüfsteine für den gesellschaftlichen Auftritt, der viel Beinarbeit und eine perfekte Körperbeherrschung verlangt.

Gleichzeitig unterwandern die Engländer mit ihren Countrydances die französische Hofetikette.

© Library of Congress, www.loc.gov

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